Für die Durchführung von Workshops online haben wir das Tool Mural getestet. Hier ist unser Mural Testbericht / Mural im Test.

1 . Warum MURAL?

Bereits vor der Krise plante ich gemeinsam mit einem Kunden einen User Adoption Workshop. Ziel des Workshops war es, ein gemeinsames Verständnis für die neue Technologie und die kommende Veränderung zu schaffen.

Durch kreative Methodiken, wie die Erarbeitung von Personas und einem Use Case Mapping wollen wir das Bewusstsein stärken, wie die Mitarbeiter Heute zusammenarbeiten, wie sie es morgen tun werden und welchen Einfluss das Projekt auf ihre tägliche Arbeitsweise hat. Diesen Workshop online, ohne Metaplanwände, einen Moderationskoffer und vorgefertigte Persona-Cards durchzuführen, erschien zunächst sehr schwierig. Während der Workshop-Planung hörte ich von MURAL, einem Online-Tool für visuelle Zusammenarbeit, das genau diesen Zweck erfüllen soll und startete einen Versuch.

2 . Planung des Workshops mit MURAL

Nachdem ich mich angemeldet habe, konnte ich zwischen vorgegebenen Templates wählen, oder mit einer leeren Seite starten. Auch hier bleibt mir noch die Möglichkeit zwischen Vorlagen zu wählen, die ich in meinem leeren Mural verwenden kann. Außerdem erhalte ich hier eine Übersicht der Murals die ich erstellt habe und die Murals anderer Nutzer, an denen ich mitarbeite.

Für meinen Workshop gestaltete ich ein Mural, welches in der Gesamtübersicht kaum lesbar war. Ich nummerierte die einzelnen Agenda-Punkte bzw. Aufgaben. Das machte es möglich, während des Workshops einfach durch die Struktur arbeiten zu können.

3. Durchführung des Workshops mit Mural

Am Morgen des Workshops fanden wir (HanseVision) und der Kunde uns in einem Microsoft Teams Meeting zusammen. Die Teilnehmer öffneten MURAL über einen Link, den ich in den Besprechungschat gepostet habe. So konnten sie dem Mural anonym beitreten – ganz ohne Anmeldung.

Sobald die Teilnehmer beigetreten sind, wollte ich verhindern, dass die Neugier siegt und meine Workshop-Teilnehmer kreuz und quer in meinem Mural umher klicken. Also wählte ich unten mit einem Klick auf meinen Nutzer „ask to be followed“. So bekamen die Teilnehmer eine Benachrichtigung, dass ich darum bitte mir zu folgen. Ich machte sie mündlich darauf aufmerksam dieser Aufforderung zu folgen.

Die zweite Möglichkeit wäre „summon everyone“, jedoch kann ich so die Teilnehmer nur einmalig an einem „Ort“ versammeln, sie folgen mir nicht dauerhaft.

 

Los geht´s!

Ich versuchte den Teilnehmern die Berührungsängste zu nehmen:

a)    Ich erklärte die grundlegenden Mural-Funktionen inkl. der Chat-Funktion am Rand des Murals. „Wenn jemand Fragen an mich an, kann er sich hier kurz melden.“

b)    Aufgabe 1 bestand aus einer kleinen Aufwärm-Übung.
„Wer hat den besten Tipp fürs Home Office?“

So arbeiteten wir uns gemeinsam durch die Aufgaben. Aufgabe 2 und 3 bearbeiten wir zusammen. Besonders wichtig sind klare Aufgabenstellungen und Ansagen: Niemand klickt! Alle äußern Ihre Ideen und Ich schreibe als Moderator in das Mural. Außerdem frage ich immer wieder nach, ob alle die Aufgabe sehen und mir folgen können.

 

Aufgabe 4 bearbeiteten die Teilnehmer selbstständig. Ich wies den Teilnehmern die Personas zu, die sie bearbeiten sollten, fasste erneut kurz die Aufgabenstellung zusammen und stellte einen Timer zur Bearbeitung. Falls jemand Hilfe braucht, kann er sich jederzeit über Audio oder den Chat melden.

Im Anschluss sichteten wir gemeinsam die Ergebnisse und arbeiten diese weiter aus. Auch hier empfiehlt es sich, die Teilnehmer erneut über „ask to be followed“ zusammen zu halten.

4. Fazit / Mural Testbericht und Erfahrung

  • Wir sind im Mural Workshop zu großartigen Ergebnissen gekommen, an welche wir im nächsten Online Workshop direkt im gleichen Dokument anschließen können.
  • Das Mural lässt sich als PDF oder PNG speichern, so dass alle Teilnehmer direkt im Anschluss eine Dokumentation der Ergebnisse erhalten.
  • Ich kann das Mural als Template speichern, so dass ich es jederzeit für einen Workshop dieser Art wiederverwenden kann.
  • Ein Online Workshop mit Mural bedarf beim ersten Mal etwas mehr Planungs-Aufwand, um die Struktur zu erstellen und sich eine neue Art der Moderation mit klaren Ansagen wie „Wer darf wann wohin klicken?“ anzueignen. Wenn man erst einmal raus hat wie es funktioniert, laufen die nächsten Workshops schon leicht von der Hand.
  • Es lassen sich noch weitaus mehr Funktionen zur Bearbeitung und Weiterverarbeitung nutzen. Bspw. können die Teilnehmer anonym mit einem Klick auf die Felder voten oder auch Jira-Tasks aus dem Mural heraus erstellen.

Kurzum: Der Kunde war begeistert und schaut sich Mural nun selbst ebenfalls für interne Zwecke an. Ein sehr cooles Tool mit tollen Funktionen und einfacher Bedienbarkeit.

MURAL ist derzeit 90 Tage kostenfrei.

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