SharePoint 2010 und das Service Pack 1 für Windows Server 2008 R2 – Erste Erfahrungen
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Nachdem am 16.02.2011 das Service Pack 1 für Windows Server 2008 R2 und Windows 7 für MSDN Benutzer freigegeben wurde, habe ich heute einen ersten SharePoint 2010 Server mit dem Service Pack aktualisiert. Typischerweise sind Updates auf einem SharePoint Server nicht ganz unkritisch und sollten immer erst auf einer Testumgebung überprüft werden, bevor man das Update in der Produktionsumgebung installiert.

Meine SharePoint Server 2010 Farm besteht aus einem Datenbank Server mit Windows Server 2008 R2 und SQL Server 2008 R2 (Cumulative Update 5) sowie einem SharePoint Server 2010 Enterprise Server (Cumulative Update Dezember 2010) mit Windows Server 2008 R2. Die Spachversion der Server und Produkte ist Englisch und es wird jeweils die Enterprise Version eingesetzt.

Vor der Installation habe ich die Eventlogs auf Fehler geprüft und anschließend noch die Meldungen des SharePoint Health Analyzers. Die Vorbereitungen zur Installation des Service Packs gleichen denen bei Einspielen eines Cumulative Update für SharePoint.
Anschließend habe ich noch eine Sicherung der Datenbanken und des SharePoint Servers durchgeführt und dann ging es direkt mit der Installation des Service Pack 1 weiter. Das Setupprogramm arbeitet wie schon unter Server 2008 in wenigen Schritten – Lizenzvertrag bestätigen, Auswählen ob der Server automatisch Neustarten darf und schon geht’s los. Nach ca.40 Minuten war die Aktualisierung abgeschlossen.
In den Eventlogs fanden sich keine Auffälligkeiten und der SharePoint Health Analyzer meldete auch keine Fehler.

Anschließend habe ich ein paar Websitesammlungen getestet sowie die Office Web Apps und die Suche. Dabei bin auf keine Überraschungen gestoßen. Das Sorgenkind der Benutzerprofil-Synchronisierungsdienst war nach dem Update nicht mehr gestartet. Also schnell das SharePoint Farmkonto in die Gruppe der lokalen Administratoren gepackt und den Server neugestartet, damit die Gruppenzugehörigkeit aktualisiert wird.

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Nach dem Neustart wird der Benutzerprofil-Synchronisierungsdienst über die Zentraladministration via Systemeinstellungen/Dienste auf dem Server gestartet. Dies kann bis zu 20 Minuten dauern. Abschließend ist noch ein “IISReset /noforce” nötig. Nun führt man Testweise einen Benutzerprofil Import durch, wenn dieser erfolgreich abgeschossen wurde entfernt man wieder das Farmkonto aus der Gruppe der Lokalen Administratoren und führt erneut einen Neustart durch.

Im nächsten Schritt teste ich wie sich Nintex Workflow 2010 und Metalogix Storage Point mit dem Update verträgt und veröffentliche einen weiteren Blogartikel.

Das Service Pack 1 für Windows 7 und Windows Server 2008 R2 wird am 22. Februar zum freien Download freigeschaltet. Der Download aus der MSDN Seite ist ca 1,9 GB groß und enthält das Service Pack für Windows 7 x86, Windows 7 und Server 2008 R2 x64 und Server 2008 R2 IA64. Der Download ist auf das Akamai CDN ausgelagert und erfolgt über einen Java Client.

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