Unternehmensdaten auswerten mit den Analysis Services
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In einem Data Warehouse-Projekt, bei einem unserer Kunden im öffentlichen Sektor, haben wir kürzlich einen wichtigen Meilenstein im Projekt erfolgreich hinter uns gebracht. Zwei OLAP-Cubes, die künftig der Auswertung der Unternehmensdaten dienen, wurden abgenommen und aus der Testphase in die Produktionsumgebung überführt.

Der Kunde unterhält eine Vielzahl verschiedener Systeme in denen unterschiedliche Unternehmensdaten erfasst werden. Alle relevanten Informationen aus diesen Systemen werden mittels der SQL Server Integration Services (mittlerweile migriert auf den SQL Server 2008) zunächst unverändert in eine vorgeschaltete Staging-Area geladen und anschließend in das zentrale DWH (Data Warehouse) überführt. Innerhalb dieses Prozesses finden Transformationen, Datenprüfungen, sowie Qualitätschecks statt, um das DWH zum „Single Point of Information“ zu machen und eine Analyse über alle Unternehmensdaten zu ermöglichen.

Auf dem DWH setzen u.a. die abgenommenen SQL Server Analysis Services Cubes auf. Diese enthalten rund 50 Dimensionen und 8 Kennzahlen. Die Cubes ersetzen das bisher eingesetzte Analyse Werkzeug Business Objects. Auswertungen werden künftig nun mit den OLAP-Cubes und Excel 2007 vorgenommen. Auf Reporting Services basierende Berichte werden ebenfalls zum Einsatz kommen.

2 Gedanken zu “Unternehmensdaten auswerten mit den Analysis Services
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  1. Welchen Rahmenbedingungen gab es, zwei multidimensionale Datenbanken zu implementieren statt einen Cube anzulegen? Bietet der SSAS nicht ausreichend Möglichkeiten auch innerhalb der Cubes auf Basis der Dimensionshierarchien (und der Measures selbst) umfangreiche Berechtigungs-Rollenkonzepte einzurichten? In der Regel sind doch in Unternehmen für die meisten Auswertungen auf unterschiedlichen Fakten ähnliche bzw. die selben Dimensionshierarchien vonnöten. So dass man sich als BI-Entwickler zumindest für eine Konsolidierung an dieser Stelle einsetzen sollte. Was also sprach dagegen einen statt zwei Cubes einzusetzen?

  2. Diese Überlegungen wurden im Vorfeld natürlich diskutiert. Der ausschlaggebende Grund für die Aufteilung in zwei OLAP-DBs war letztlich, dass für den „kleinen“ Cube unter Verwendung von benannten Abfragen eine andere, bereits im Vorwege gefilterte Datenbasis zum Einsatz kommt. Die Wartbarkeit (gerade die Wartbarkeit der Berechtigungen und Rollen, die ja dennoch verwendet werden) und die Performance sind durch diese Aufteilung ebenfalls verbessert.

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